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Armut
19Apr

Abschlusserklärung zur Bundesfrauenkonferenz

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Claudia Roth, Bundesvorsitzende, und Astrid Rothe-Beinlich, Frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erklären:

„Schwarz-Gelb hat die Frauenpolitik abgewrackt und faktisch abgeschafft. Beratungsstellen mussten schließen, Frauenhausplätze wurden zusammengestrichen, und Deutschland ist zu einem der Länder mit der größten Lohnungerechtigkeit verkommen. An dieser Ignoranz ändert auch das plötzlich neu entdeckte Herz von Jürgen Rüttgers für die Alleinerziehenden nichts. Seine Ankündigung, ihre Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern zu wollen, steht in krassem Widerspruch zum Handeln der NRW-Landesregierung.

Claudia Roth gegen Rüttgers Club

Claudia Roth gegen Rüttgers Club

Wir fordern, dass Geschlechtergerechtigkeit endlich in den Mittelpunkt der Debatte um einen sozialen und ökologischen Umbau der Wirtschaft rückt. Wir brauchen gemischte Teams in allen Branchen und auf allen Ebenen. Deshalb streiten wir für eine Frauenquote von 50 Prozent in den Aufsichtsräten. Mit der derzeitigen Führungs-Unkultur, die Frauen außen vor lässt, schießen Unternehmen ein Eigentor, weil sie auf die Hälfte der gesellschaftlichen Kreativität und Kompetenz verzichten. Wir fordern ein bundesweites Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft, da eine freiwillige Selbstverpflichtung aus unserer Sicht gescheitert ist.

Frauenarbeit muss endlich gerecht vergütet werden, denn sie ist 100 Prozent wert. Es kann nicht sein, dass vor allem die Branchen gefördert werden, in denen Männer beschäftigt sind – wie die Baubranche oder die Autoindustrie. Bildung und Pflege sind zentrale Zukunftsbereiche im Grünen New Deal. Deshalb brauchen wir gerade hier gezielte Investitionen, die hunderttausende Arbeitsplätze entstehen lassen. Die Grünen streiten für einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro. Wir setzen uns für eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen ein und dafür, dass die Finanzierung von Frauen- und Mädchenhäusern zur staatlichen Pflichtaufgabe wird. Wir brauchen einen solchen geschlechtergerechten Grünen New Deal. Denn er ist ein guter Deal – für Männer und Frauen.“

18Apr

die bunte Welt der Bundesfrauenkonferenz

26Mrz

Das haben wir uns verdient – Lohngleichheit

equalpay_jhFrauen verdienen in Deutschland noch immer 23 Prozent weniger als ihre Kollegen. Bei Sondervergütungen verdienen Frauen sogar 36 Prozent weniger. Damit ist die Bundesrepublik eines der Schlusslichter in der Europäischen Union.

Zum morgigen Equal-Pay-Days erklären die Sprecherinnen des Grünen Kreisverbandes Katharina Dröge und Anne Lütkes:

„Dieses Land leistet sich eine skandalöse Lohnungerechtigkeit, die von Schwarz-Gelb  im Bund schulterzuckend gebilligt wird. Die neue Bundesfamilienministerin steht genau so konzeptlos da, wie viele ihrer schwarzen Vorgängerinnen und Vorgänger.
Eine starke, gesetzliche Unterstützung der Frauen ist daher zwingend notwendig. Wir brauchen einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn und ein Gleichstellungsgesetz, das auch die Privatwirtschaft zu mehr Gerechtigkeit zwingt. Die Deutsche Telekom geht mit ihrer Frauenquote einen ersten Schritt in diese Richtung. Denn Frauen müssen nicht nur in höhere Gehaltsklassen vorrücken, sondern auch in Aufsichtsräten, Vorständen und Führungspositionen gleichberechtigt vertreten sein. Ein Speedcoaching für Gehaltsverhandlungen, wie es von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Köln am Mittwoch angeboten wurde, brauchen Frauen nicht, denn es handelt sich nicht um ein individuelles Problem. ”

Judith Hasselmann, Direktkandidatin in Lindenthal und Mitglied des Präsidiums des Bundesfrauenrates ergänzt:

„Hat es eine Frau dann doch in eine Führungsposition geschafft, bedeutet dies nicht automatisch, dass sie für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen bekommt. Weibliche Führungskräfte verdienen brutto im Durchschnitt 1.350 Euro weniger. Wir brauchen klare gesetzliche Regelungen für die Privatwirtschaft, damit Frauen dasselbe Entgelt bekommen wie Männer – egal in welcher Gehaltsklasse.“

Um auf das drastische Lohngefälle aufmerksam zu machen, machen Grüne Frauen und Männer morgen um 12:30 h auf der Schildergasse (vor Kaufhof) auf das Lohngefälle aufmerksam. Der 26. März markiert symbolisch den Tag, bis zu dem eine Frau arbeiten müsste, um das gleiche Gehalt eines männlichen Kollegen aus dem Vorjahr zu erzielen.

24Mrz

Gegen Armut und Ausgrenzung

Poverty an social Exclusion

Poverty and social Exclusion

2010 ist das Europäische Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung (EJ 2010) und soll die Chance bieten, “soziale Notlagen, Risiken der Ausgrenzung, aber auch Wege zur Minimierung von Armutsrisiken in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken” wie es aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales  verlautet. Öffentlichkeitsarbeit ist darum ein Schwerpunkt im EJ 2010. 2,25 Millionen Euro stehen für das Jahr 2010 zur Verfügung.

Am gesamten Verfahren, an der Anlage des EJ 2010, an der Verausgabung der Mittel, der Auswahl der geförderten Projekte hat es öffentliche Kritik gegeben. Bündnis 90/Die Grünen haben das in einer Kleinen Anfrage thematisiert. Die Kritik wurde vor allen Dingen vom DGB und den Wohlfahrtsverbänden vorgetragen.

In Deutschland sollen im Zusammenhang mit dem EJ 2010 drei Themenfelder bearbeitet werden:

  • Jedes Kind ist wichtig – Entwicklungschancen verbessern!
  • Wo ist der Einstieg? – Mit Arbeit Hilfebedürftigkeit überwinden!
  • Integration statt Ausgrenzung – Selbstbestimmte Teilhabe für alle Menschen!

Es gib auch eine extra  Webseite dazu.. HIER

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