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Bildung
22Apr

Bildungsstreik in Köln

das grüne Trio

In NRW sind heute SchülerInnen und Studierende für eine bessere Bildung auf die Straße gegangen. In Köln versammelten sich die DemonstrantInnen an zwei verschiedenen Treffpunkten um auf dem Barbararossaplatz aufeinander zu treffen und gemeinsam bis zum Heumarkt zu ziehen. Mitten drin natürlich die Kölner Grünen und die Grünen Jugend, sowie Campus Grün.
Auf Plakaten in Köln hieß es zum Beispiel “Sterbehilfe für die Bildung” oder “Freiheit muss sich bilden” oder “Reiche Eltern für alle!”  Einige der DemonstrantInnen trugen Masken mit den Gesichtern von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) und dem nordrhein-westfälischen Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP).

Robin (GJ) und Arndt

Auf Plakaten in Köln hieß es zum Beispiel “Sterbehilfe für die Bildung” oder “Freiheit muss sich bilden” oder auch “Reiche Eltern für alle”. Einige der jungen DemonstrantInnen trugen Masken mit den Gesichtern von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) und dem nordrhein-westfälischen Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP).

Die Grüne Jugend undsoweiter

Der AStA der Uni Köln schätzte die Zahle auf 4000 Teilnehmende. Die Proteste verliefen friedlich, aber lautstark. Die Batacuda Truppe ‘Rythm of Resistance’ lieferte den passenden Lärmpegel. Am 5.5. geht es weiter. Dann wird der Düsseldorfer Landtag Ziel des Protestmarsches sein. Bei Bildungsstreik Köln findet man mehr Infos. Grüne werden natürlich wieder dabei sein.

19Apr

Rot-grüne Pressekonferenz

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD trafen sich im Saal der Bundespressekonferenz, um für einen Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen zu werben. Sigmar Gabriel, Vorsitzender der SPD, und Hannelore Kraft, Spitzenkandidatin der SPD in NRW, saßen dort Seite an Seite mit Sylvia Löhrmann, Spitzenkandidatin der Grünen in NRW und den beiden Bundesvorsitzenden der Grünen, Claudia Roth und Cem Özdemir. Gemeinsam betonten die fünf Politiker: Es gehe darum Schwarz-Gelb zu stoppen. „Das Ende des marktradikalen Spuks wird in NRW eingeläutet“, sagt Sylvia Löhrmann.

Es gehe darum, mit der Pressekonferenz ein deutliches Signal zu setzen, was ein Regierungswechsel in NRW gerade auch in Hinblick auf den Bund bedeuten könnte. „An Rhein und Ruhr kann der atomare Wahnsinn gestoppt werden“, sagte Claudia Roth. Beide Parteien mobilisierten jetzt auch für die Anti-Atom-Proteste am 24. April, um ein deutliches Zeichen gegen die Pläne von Schwarz-Gelb zu setzen.

„Das Ausbluten der Komunen muss gestoppt werden“, sagte Cem Özdemir. „Die Komunen sind die Orte, an denen die Menschen spüren, wie es dem Land geht“, pflichtete ihm Sylvia Löhrmann. „Schwarz-Gelb hat die Städte und Gemeinden systematisch in den Ruin getrieben.“ Einig sei man sich auch bei der Bildungspolitik, betonte Sylvia Löhrmann. Statt sturem Festhalten am Dreigliedrigen Schulsystem müsse dieses aufgebrochen werden. Daneben gelte es, die unsoziale Kopfpauschale zu stoppen. Auch bei diesen Themen ziehen Grüne und Sozialdemokraten an einem Strang.

Mehr zu Rot-grün vor der Bundespressekonferenz

02Apr

Fragen und Antworten zur Bildung

Der Kölner Jugendring hat den Landtags-KandidatInnen zu  zur aktuellen Bildungspolitik 6 Fragen geschickt. Die JungwählerInnen sollen sich so ein besseres Bild von den Parteiprogrammen und den Meinungen der Politikerinnen und Politiker.

Die Antworten werden dann auf die Webseite: www.deinkoelndeinewahl.de veröffentlicht. Und weil ich nicht solange warten will, stelle ich sie einfach schon jetzt ins Netz:

  1. Sind Sie dafür, dass auf dem Zeugnis Kopfnoten stehen?
    Nein. Kopfnoten werden häufig als Disziplinierungsinstrument eingesetzt. Kopfnoten sagen nichts über den Charakter und nichts über die Leistungsbereitschaft aus, sie sind nicht nachprüfbar und schaffen darüber hinaus ein feindliches Klima in der Schule.
    Kopfnoten müssen schnell abgeschafft werden.

  2. Sind Sie für das gegliederte Schulsystem?
    Nein. Ich bin für eine gemeinsame Schule für alle Kinder. Frühes Aussortieren schafft Ungerechtigkeit. Ich bin für intensive, individuelle Förderung ALLER Kinder, für kleinere Klassen und mehr Ganztagsschulen. Bildung darf nicht vom Portemonnaie der Eltern abhängen.

  3. Sind Sie für Ganztagsunterricht?
    Ja. Deutschland ist fast das einzige Land in Europa, welches die Lernzeit in den privaten Nachmittagsbereich verschiebt. Wer zu Hause nicht gefördert wird oder kein Geld für Nachhilfe hat, hat schlechtere Chancen. Mehr Ganztagsschulen mit kleinen Klassen und individueller Förderung werden mehr Bildungsgerechtigkeit schaffen.

  4. Sind Sie für zentrale Prüfungen?
    Ja. Eine Vergleichbarkeit zwischen den Bundesländern ist sinnvoll. Allerdings ist das derzeitige System schlecht, weil unflexibel. So wie zur Zeit das Zentralabitur gestaltet, führt es zu einem engen, ungerechten ‘Lernen für den Test’. Schülerinnen und Schüler sollten aus einem viel größerem Pool gleichwertiger Aufgaben auswählen können.

  5. Sind Sie für kostenlose Bildung für alle?
    Ja. Bildung darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen. Damit Bildung nicht ‘vererbt’ wird, sondern jedes Kind die selben Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben hat, muss nicht nur Bildung kostenlos sein, sondern die Bildungsausgaben des Landes insgesamt erhöht werden.

  6. Sind Sie für eine Senkung des Wahlalters?

    Ja. Politik betrifft Kinder und Jugendliche eigentlich in jedem Bereich ihres Lebens. Deshalb sollte sie auch schon früh mitbestimmen können, wer sie in der Politik vertritt. Ich bin für eine Absenkung des Wahlalters auf mindestens 16 Jahre.

23Mrz

Bildungskongress der Grünen

Direkt nach der Didakta, hatten Viele noch nicht genug vom Thema Bildung. Am 21.März zug es viele grüne ‘Bildungshungrige’ aber auch andere Interessierte in die Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck zum Bildungskongress.

Bildung stellt wichtige Weichen für die Entwicklung eines Menschen. Zugang zu guter Bildung Plakat zum grünen Bildungskongressist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und der demokratischen Teilhabe. Spätestens seit PISA wissen wir: Deutschland braucht bessere Bildung, um sowohl leistungsfähiger als auch gerechter zu werden – Bildung von Anfang an in besseren Kitas, in einer neuen Schule mit längerem gemeinsamen Lernen und in gebührenfreien Hochschulen. Wir setzen uns für gerechte und leistungsstarke Schulen mit längerem gemeinsamen Lernen aller Kinder ein. Wie soll das aussehen? Was sind die richtigen Schritte dahin? Wie schaffen wir es, angesichts der drängenden Herausforderungen einen Bildungskonsens zu erreichen, der Gräben überwindet und Mehrheiten für Reformen schafft? Diese und andere Fragen wollten die Grünen mit Lehrenden und Lernenden, Eltern, Interessierten und Engagierten diskutieren.

Slyvia Löhrmann stimmte die TeilehmerInnen auf den Tag ein. Die Kernpunkte ihrer Rede:

Unser Ziel: Eine leistungsfähige gemeinsame Schule für alle Kinder. Und das schließt Kinder mit Behinderung ausdrücklich ein. Wir wollen die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen konsequent umsetzen.

Der Weg: Wir wollen in den Kommunen den Weg frei machen für eine Schulentwicklung hin zur Integration, die gerade im ländlichen Raum längst begonnen hat. Wir wollen, dass alle Bildungsgänge pädagogisch und organisatorisch zusammengeführt werden können. Das wollen wir durch konkrete Anreize befördern, wie kleinere Klassen, Qualifizierung und Unterstützung. Zehn Prozent der Schulen aller Schulformen pro Jahr, das ist unser ehrgeiziges Ziel.

Diese Schule der Zukunft ist leistungsstark. Weil sie kein Kind beschämt, zurücklässt, aussortiert. Alle Kinder können ihre Talente optimal entfalten. Lisa und Ayse, Leon und Murat wachsen an Herausforderungen und werden so zu starken Persönlichkeiten.

Sie kommen zu besseren Leistungen und höheren Bildungsabschlüssen auch im internationalen Vergleich.

Diese Schule der Zukunft ist vielfältig. Die Schulentwicklung im Kreis Steinfurt wird anders verlaufen als die in Aachen.

Eine Schule im Essener Süden ist anders als eine im Essener Norden. Denn es gibt unterschiedliche Sozialräume, und deshalb müssen wir Schulen unterschiedlich ausstatten und sie werden auch unterschiedlich arbeiten.

Die Schule der Zukunft ist gerecht – in fast keinem Land der OECD entscheidet der Geldbeutel so deutlich über den Bildungserfolg wie in Deutschland.

Kinder aus sozial schwachen Familien müssen in Deutschland deutlich bessere Leistung bringen, um auf das Gymnasium zu kommen.

Kinder aus Armutsmilieus finden sich überwiegend in Haupt- und Förderschulen wieder.

Deutschland ist trauriger Spitzenreiter in der sozialen Exklusion. Kinder mit Behinderungen und sozialer Benachteiligung sind außen vor. Das alles ist beschämend für uns und unser Bildungssystem.

Leistungsstark, vielfältig, gerecht – so sind die Schulen der Zukunft. Und nur so werden wir beides erreichen: soziale Gerechtigkeit und bessere Bildungsergebnisse.

Unser Land steht vor großen Herausforderungen.

Um die zu meistern, brauchen wir alle Talente. Deshalb brauchen wir einen neuen Aufbruch in der Bildungspolitik:

  • für jeden Einzelnen;
  • für soziale Gerechtigkeit und sozialen Frieden;
  • für die Wirtschaft und deren Zukunftsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft – damit die grüne industrielle Revolution gelingen kann;
  • für die Demokratie.

Bildung ist der Schlüssel zu all dem. Bildung schafft Zukunft. Bildung ist Zukunft.

Wenn wir Grüne von Bildung sprechen, einen Bildungskongress veranstalten, dann meinen wir die ganze Bildung:

  • Die Elementarpädagogik und die Stärkung der Familien, weil wir wissen: Auf den Anfang kommt es an! Wir brauchen nicht nur mehr Kita-Plätze, wir brauchen vor allem eine Qualitätsoffensive mit verlässlicher Finanzierung und gut ausgebildeten Fachkräfte.
  • Den Bereich der Hochschulen. Auch die wollen wir fit machen für die Zukunft.
  • Vor allem wollen wir, dass niemand aus sozialen Gründen vom Studium abgeschreckt wird. Deshalb müssen die Studiengebühren wieder abgeschafft werden.
  • Wir meinen die Weiterbildung. Wir kommen nur erfolgreich durchs Berufsleben, wenn wir uns weiterbilden und qualifizieren.

Die ganze Rede von Sylvia Löhrmann. Hier.

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