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Inklusion
03Mai

Grüner Landesparteirat in Essen

Sylvia Löhrmann

Sylvia Löhrmann

Rund 70 Delegierte und viele Gäste kamen heute morgen zum sogenannten kleinen Parteitag oder Landesparteirat in Essen zusammen. Wir haben einen Antrag des Landesvorstandes ‘Politikwechsel für ein soziales und ökologisches NRW’ beraten und die 14köpfige Kommission für die Koalitionsverhandlungen gewählt. Der endgültige Beschluss enthält Ergänzungen zur Flüchtlingspolitik und Aufstellung der Wahllisten.
Grüne wollen Nordrhein-Westfalen wieder gerechter und menschlicher machen, wir wollen eine ökologische und wirtschaftliche Zukunft ermöglichen. Wir stellen deshalb folgende zentrale Forderungen, die wir nach der Wahl umsetzen wollen:
Wir stehen für eine ökologische Politik, die für die Schutzinteressen von Mensch und Natureintritt und gleichzeitig eine neue ökologische Zukunftsperspektive für Wirtschaft und Arbeit eröffnet.

  • Wir stehen für eine gerechte Bildungspolitik, die kein Kind zurücklässt und jungen Menschen echte Perspektiven für Ausbildung, Studium und Beruf bietet. Darum stellen wir die Weichen für Ausbau und Qualität in den Kindertageseinrichtungen, landesweite Standards und eine  Generalrevision des „Kibiz“, die die Qualität in den Mittelpunkt stellt. Wir ermöglichen längeres gemeinsames Lernen bis zum Ende der Pflichtschulzeit unter Einbezug aller Schulformen und im größtmöglichen Konsens mit den Verantwortlichen vor Ort. Wir schaffen Studiengebühren ab und verbessern die Studienbedingungen durch eine Reform der Studiengänge. Unser Ziel ist die inklusive Schule für alle Kinder – mit und ohne Behinderung.
entschlossene Landesvorsitzende

entschlossene Landesvorsitzende

Wir stehen für eine Energiepolitik, die Einsparpotentiale konsequent ausschöpft, auf den Umstieg auf Erneuerbare Energien setzt, am Atomausstieg festhält und eine echte Energiewende einleitet. Darum wollen wir die Renaissance der Atomenergie über den Bundesrat stoppen. Wir wollen in den kommenden 5 Jahren Investitionen in den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung bei der Stromerzeugung durchsetzen und keinen Neubau von Kohlekraftwerken in NRW. Wir wollen den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben und im Rahmen eines umfassenden Klimaschutzgesetzes auch den Klimaschutz wieder als umfassendes Ziel zukünftiger Landesentwicklung festschreiben.

Was uns sonst noch wichtig war, finden Sie in einem Artikel in ‘der Westen’

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23Mrz

Bildungskongress der Grünen

Direkt nach der Didakta, hatten Viele noch nicht genug vom Thema Bildung. Am 21.März zug es viele grüne ‘Bildungshungrige’ aber auch andere Interessierte in die Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck zum Bildungskongress.

Bildung stellt wichtige Weichen für die Entwicklung eines Menschen. Zugang zu guter Bildung Plakat zum grünen Bildungskongressist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und der demokratischen Teilhabe. Spätestens seit PISA wissen wir: Deutschland braucht bessere Bildung, um sowohl leistungsfähiger als auch gerechter zu werden – Bildung von Anfang an in besseren Kitas, in einer neuen Schule mit längerem gemeinsamen Lernen und in gebührenfreien Hochschulen. Wir setzen uns für gerechte und leistungsstarke Schulen mit längerem gemeinsamen Lernen aller Kinder ein. Wie soll das aussehen? Was sind die richtigen Schritte dahin? Wie schaffen wir es, angesichts der drängenden Herausforderungen einen Bildungskonsens zu erreichen, der Gräben überwindet und Mehrheiten für Reformen schafft? Diese und andere Fragen wollten die Grünen mit Lehrenden und Lernenden, Eltern, Interessierten und Engagierten diskutieren.

Slyvia Löhrmann stimmte die TeilehmerInnen auf den Tag ein. Die Kernpunkte ihrer Rede:

Unser Ziel: Eine leistungsfähige gemeinsame Schule für alle Kinder. Und das schließt Kinder mit Behinderung ausdrücklich ein. Wir wollen die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen konsequent umsetzen.

Der Weg: Wir wollen in den Kommunen den Weg frei machen für eine Schulentwicklung hin zur Integration, die gerade im ländlichen Raum längst begonnen hat. Wir wollen, dass alle Bildungsgänge pädagogisch und organisatorisch zusammengeführt werden können. Das wollen wir durch konkrete Anreize befördern, wie kleinere Klassen, Qualifizierung und Unterstützung. Zehn Prozent der Schulen aller Schulformen pro Jahr, das ist unser ehrgeiziges Ziel.

Diese Schule der Zukunft ist leistungsstark. Weil sie kein Kind beschämt, zurücklässt, aussortiert. Alle Kinder können ihre Talente optimal entfalten. Lisa und Ayse, Leon und Murat wachsen an Herausforderungen und werden so zu starken Persönlichkeiten.

Sie kommen zu besseren Leistungen und höheren Bildungsabschlüssen auch im internationalen Vergleich.

Diese Schule der Zukunft ist vielfältig. Die Schulentwicklung im Kreis Steinfurt wird anders verlaufen als die in Aachen.

Eine Schule im Essener Süden ist anders als eine im Essener Norden. Denn es gibt unterschiedliche Sozialräume, und deshalb müssen wir Schulen unterschiedlich ausstatten und sie werden auch unterschiedlich arbeiten.

Die Schule der Zukunft ist gerecht – in fast keinem Land der OECD entscheidet der Geldbeutel so deutlich über den Bildungserfolg wie in Deutschland.

Kinder aus sozial schwachen Familien müssen in Deutschland deutlich bessere Leistung bringen, um auf das Gymnasium zu kommen.

Kinder aus Armutsmilieus finden sich überwiegend in Haupt- und Förderschulen wieder.

Deutschland ist trauriger Spitzenreiter in der sozialen Exklusion. Kinder mit Behinderungen und sozialer Benachteiligung sind außen vor. Das alles ist beschämend für uns und unser Bildungssystem.

Leistungsstark, vielfältig, gerecht – so sind die Schulen der Zukunft. Und nur so werden wir beides erreichen: soziale Gerechtigkeit und bessere Bildungsergebnisse.

Unser Land steht vor großen Herausforderungen.

Um die zu meistern, brauchen wir alle Talente. Deshalb brauchen wir einen neuen Aufbruch in der Bildungspolitik:

  • für jeden Einzelnen;
  • für soziale Gerechtigkeit und sozialen Frieden;
  • für die Wirtschaft und deren Zukunftsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft – damit die grüne industrielle Revolution gelingen kann;
  • für die Demokratie.

Bildung ist der Schlüssel zu all dem. Bildung schafft Zukunft. Bildung ist Zukunft.

Wenn wir Grüne von Bildung sprechen, einen Bildungskongress veranstalten, dann meinen wir die ganze Bildung:

  • Die Elementarpädagogik und die Stärkung der Familien, weil wir wissen: Auf den Anfang kommt es an! Wir brauchen nicht nur mehr Kita-Plätze, wir brauchen vor allem eine Qualitätsoffensive mit verlässlicher Finanzierung und gut ausgebildeten Fachkräfte.
  • Den Bereich der Hochschulen. Auch die wollen wir fit machen für die Zukunft.
  • Vor allem wollen wir, dass niemand aus sozialen Gründen vom Studium abgeschreckt wird. Deshalb müssen die Studiengebühren wieder abgeschafft werden.
  • Wir meinen die Weiterbildung. Wir kommen nur erfolgreich durchs Berufsleben, wenn wir uns weiterbilden und qualifizieren.

Die ganze Rede von Sylvia Löhrmann. Hier.

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