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Lohngleichheit
21Apr

Girlsday 2010

Mädchen können alles werden

Mädchen können alles werden

Morgen ist Girls’ Day. Deutschlandweit öffnen Unternehmen, Hochschulen oder Forschungszentren ihre Türen für junge Mädchen und Frauen, um ihnen Ausbildungsberufe und Studiengänge in Technik, IT, Handwerk und Naturwissen-schaften vorzustellen und näher zu bringen.

Der Green New Deal bedeutet einen Wandel zu einer ökologischen Wirtschaft. In Branchen wie Solarwirtschaft, Windkraftenergie oder Gebäudedämmung steckt ein enormes Jobpotenzial. Die Arbeitsplätze in diesen neuen Branchen werden jedoch Männern vorbehalten bleiben, wenn wir jetzt nicht gezielt Frauen eine Chance in den so genannten MINT-Berufen* geben.

Sowohl in den Schulen als auch in den Medien wird das Bild einer Frau noch immer überwiegend mit sozialen Berufen verbunden, weshalb 90% der jungen Mädchen nur 25 Berufsbilder wählen. Das müssen wir dringend ändern! Der Girls’ Day ist ein wichtiger Schritt, um Frauen in die MINT-Berufe zu bringen. Aber ein Tag im Jahr ist nicht genug. Diese Kampagne muss massiv verstärkt werden. Jeder Tag sollte ein Girls’ Day werden! Die Berufsberatung muss auf die Fragen und Bedürfnisse von jungen Frauen zugeschnitten werden. Wir brauchen geschlechtersensible BerufsberaterInnen. Nur so schaffen wir es, dass auch Frauen von dem Jobzuwachs in den neuen Branchen profitieren.

* MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

19Mrz

Jetzt anmelden zur Bundesfrauenkonferenz

grüne Bundesfrauenkonferenz 2010

Es ist soweit: endlich steht das Anmeldeformular für unsere bundesweite grüne Frauenkonferenz online!  Der Green New Deal – ein guter Deal für Frauen am 17.-18.4.2010 in Bonn im Brückenforum.

Frauen haben einen Beruf, Partnerschaften, oftmals Kinderwünsche und Kinder. Wenn die Waage der Work-Life-Balance auf der Life-Seite aus dem Gleichgewicht gerät, fehlt den Frauen nicht nur das Geld, sondern auch der nötige Freiraum für den Beruf und Karrierechancen. Für einen gelingenden beruflichen und privaten Alltag brauchen gerade Frauen stabile Rechtsverhältnisse und verlässliche Rahmenbedingungen. Aber auch eine eigenständige Existenzsicherung ist wichtig für eine solidarische Gesellschaft. Aufstiegschance und Mindestlöhne, Abschaffung der Lohndifferenz von 23% zwischen Männern und Frauen und die Neubewertung frauentypischer Arbeitsplätze müssen wir in Angriff nehmen. Gemeinsam mit den Tarifparteien werden wir in NRW Initiativen und Förderprogramme starten, um der tatsächlichen Gleichstellung näher zu kommen.

200.000 neue Jobs heißt mindestens 100.000 Chancen für Mädchen und Frauen. Denn wir meinen es ernst mit unserer Forderung: die Hälfte der Macht und der Verantwortung für Frauen! Der grüne neue Gesellschaftsvertrag bietet Chancen für alle, die Wachstum nicht ausschließlich monetär definieren und für die Gleichstellung keine Frage ist. Wachstum an Wissen, Wachstum an Geschlechtergerechtigkeit, Wachstum an Menschlichkeit und Wachstum an Verantwortung auch für die Schwachen – das ist ein guter Deal und das ist unser Zukunftsplan für NRW.

Auf der  Bundesfrauenkonferenz am 17. und 18. April in Bonn werden wir gemeinsam mit Frauen aus Politik, Verbänden und Wirtschaft die Chancen auf einen neuen grünen Weg in die Zukunft erarbeiten. Wir werden klar machen, dass der grüne New Deal ein guter Deal für Frauen und Männer sein muss. Mit dabei auch Frauen aus NRW: Annelie Buntenbach , Sylvia Löhrmann, Dr. Jutta Träger, Dr. Swetlana Franken, Simone Huckert und viele andere.

Auch im abendlichen Unterhaltungsprogramm geht es um den kleinen Unterschied: der Kabarettabend ‚der Damendeal’ wird von einer Orientalwalküre und Berufstürkin aus Berlin bestritten und von zwei Frauen um die 50, die in der Region Köln-Bonn ziemlich bekannt sein dürften.

Ab sofort steht das Programm online. Anmeldeschluß ist der 14.4.2010.

08Mrz

Die Grünen Forderungen zum Frauentag

Eine eigenständige Existenzsicherung ist der beste Schutz vor Armut!
Viele Weichen im Wirtschafts- und Sozialsystem sind falsch gestellt. Deshalb müssen wir bei der Armutsbekämpfung auch an unterschiedlichen Stellen ansetzen. Um die eigenständige Existenzsicherung von Frauen zu fördern, wollen wir:
• einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn nicht unter 7,50 Euro einführen, der auch und gerade Frauen zugute kommt
• eigenständige und bedarfsdeckende Regelsätze beim Arbeitslosengeld 2 und eine bedarfsdeckende Grundsicherung für Kinder einführen
• die Anrechnung des Partnereinkommens beim Arbeitslosengeld 2 abschaffen
• das Ehegattensplitting und die Steuerklassen 3 und 5 abschaffen, die die Alleinverdienerehe fördern
• die Zuverdienstmöglichkeiten zum Arbeitslosengeld 2 verbessern
• die Krankenversicherung zu einer Bürgerversicherung umbauen, statt Frauen durch abgeleitete Ansprüche von ihren Partnern abhängig zu machen
• ein Rentensplitting bereits in der Ehe, damit beiden Partnern der Aufbau einer eigenständigen Alterssicherung möglich ist.

Nötig ist zudem die Einführung des Grünen Progressiv-Modells, bei dem die Sozialbeiträge für Geringverdiener gesenkt werden und gestaffelt erst ab 2000 Euro voll greifen. Auch muss der Hartz-IV-Satz auf 420 Euro erhöht werden. Allerdings geht die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung gegenwärtig genau in die entgegengesetzte Richtung: Für die Steuergeschenke an einige Besserverdienende dürfen jetzt die Kommunen bluten, müssen Turnhallen, Schwimmbäder und Bibliotheken eingeschränkt oder sogar geschlossen werden. Völlig offen ist deshalb jetzt, wie die Kommunen den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab 2013 realisieren sollen.
Die Bedingungen für Frauen müssen verbessert werden, damit Frauenarmut wirksam bekämpft werden kann.

Hier kann man mehr zu unseren Forderungen im Landtagswahlprogramm erfahren.

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