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Mindestlohn
18Apr

die bunte Welt der Bundesfrauenkonferenz

26Mrz

Das haben wir uns verdient – Lohngleichheit

equalpay_jhFrauen verdienen in Deutschland noch immer 23 Prozent weniger als ihre Kollegen. Bei Sondervergütungen verdienen Frauen sogar 36 Prozent weniger. Damit ist die Bundesrepublik eines der Schlusslichter in der Europäischen Union.

Zum morgigen Equal-Pay-Days erklären die Sprecherinnen des Grünen Kreisverbandes Katharina Dröge und Anne Lütkes:

„Dieses Land leistet sich eine skandalöse Lohnungerechtigkeit, die von Schwarz-Gelb  im Bund schulterzuckend gebilligt wird. Die neue Bundesfamilienministerin steht genau so konzeptlos da, wie viele ihrer schwarzen Vorgängerinnen und Vorgänger.
Eine starke, gesetzliche Unterstützung der Frauen ist daher zwingend notwendig. Wir brauchen einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn und ein Gleichstellungsgesetz, das auch die Privatwirtschaft zu mehr Gerechtigkeit zwingt. Die Deutsche Telekom geht mit ihrer Frauenquote einen ersten Schritt in diese Richtung. Denn Frauen müssen nicht nur in höhere Gehaltsklassen vorrücken, sondern auch in Aufsichtsräten, Vorständen und Führungspositionen gleichberechtigt vertreten sein. Ein Speedcoaching für Gehaltsverhandlungen, wie es von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Köln am Mittwoch angeboten wurde, brauchen Frauen nicht, denn es handelt sich nicht um ein individuelles Problem. ”

Judith Hasselmann, Direktkandidatin in Lindenthal und Mitglied des Präsidiums des Bundesfrauenrates ergänzt:

„Hat es eine Frau dann doch in eine Führungsposition geschafft, bedeutet dies nicht automatisch, dass sie für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen bekommt. Weibliche Führungskräfte verdienen brutto im Durchschnitt 1.350 Euro weniger. Wir brauchen klare gesetzliche Regelungen für die Privatwirtschaft, damit Frauen dasselbe Entgelt bekommen wie Männer – egal in welcher Gehaltsklasse.“

Um auf das drastische Lohngefälle aufmerksam zu machen, machen Grüne Frauen und Männer morgen um 12:30 h auf der Schildergasse (vor Kaufhof) auf das Lohngefälle aufmerksam. Der 26. März markiert symbolisch den Tag, bis zu dem eine Frau arbeiten müsste, um das gleiche Gehalt eines männlichen Kollegen aus dem Vorjahr zu erzielen.

19Mrz

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grüne Bundesfrauenkonferenz 2010

Es ist soweit: endlich steht das Anmeldeformular für unsere bundesweite grüne Frauenkonferenz online!  Der Green New Deal – ein guter Deal für Frauen am 17.-18.4.2010 in Bonn im Brückenforum.

Frauen haben einen Beruf, Partnerschaften, oftmals Kinderwünsche und Kinder. Wenn die Waage der Work-Life-Balance auf der Life-Seite aus dem Gleichgewicht gerät, fehlt den Frauen nicht nur das Geld, sondern auch der nötige Freiraum für den Beruf und Karrierechancen. Für einen gelingenden beruflichen und privaten Alltag brauchen gerade Frauen stabile Rechtsverhältnisse und verlässliche Rahmenbedingungen. Aber auch eine eigenständige Existenzsicherung ist wichtig für eine solidarische Gesellschaft. Aufstiegschance und Mindestlöhne, Abschaffung der Lohndifferenz von 23% zwischen Männern und Frauen und die Neubewertung frauentypischer Arbeitsplätze müssen wir in Angriff nehmen. Gemeinsam mit den Tarifparteien werden wir in NRW Initiativen und Förderprogramme starten, um der tatsächlichen Gleichstellung näher zu kommen.

200.000 neue Jobs heißt mindestens 100.000 Chancen für Mädchen und Frauen. Denn wir meinen es ernst mit unserer Forderung: die Hälfte der Macht und der Verantwortung für Frauen! Der grüne neue Gesellschaftsvertrag bietet Chancen für alle, die Wachstum nicht ausschließlich monetär definieren und für die Gleichstellung keine Frage ist. Wachstum an Wissen, Wachstum an Geschlechtergerechtigkeit, Wachstum an Menschlichkeit und Wachstum an Verantwortung auch für die Schwachen – das ist ein guter Deal und das ist unser Zukunftsplan für NRW.

Auf der  Bundesfrauenkonferenz am 17. und 18. April in Bonn werden wir gemeinsam mit Frauen aus Politik, Verbänden und Wirtschaft die Chancen auf einen neuen grünen Weg in die Zukunft erarbeiten. Wir werden klar machen, dass der grüne New Deal ein guter Deal für Frauen und Männer sein muss. Mit dabei auch Frauen aus NRW: Annelie Buntenbach , Sylvia Löhrmann, Dr. Jutta Träger, Dr. Swetlana Franken, Simone Huckert und viele andere.

Auch im abendlichen Unterhaltungsprogramm geht es um den kleinen Unterschied: der Kabarettabend ‚der Damendeal’ wird von einer Orientalwalküre und Berufstürkin aus Berlin bestritten und von zwei Frauen um die 50, die in der Region Köln-Bonn ziemlich bekannt sein dürften.

Ab sofort steht das Programm online. Anmeldeschluß ist der 14.4.2010.

14Mrz

Frauenarmut wirksam bekämpfen. Jetzt.

pic_3157584Frauen sind besonders von Armut betroffen. Als Alleinerziehende, als Gering-verdienerinnen, als Partnerinnen, die sich immer noch viel zu oft für die Karriere ihres männlichen Partners aufopfern, sich um die gemeinsamen Kinder kümmern – und dann mit leeren Händen dastehen, wenn die Partnerschaft in die Brüche geht.

Beim Internationalen Frauentag am 8. März wollen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf den gesellschaftlichen Missstand der Frauenarmut aufmerksam machen. Wir brauchen endlich eine eigenständige Existenzsicherung für Frauen, unabhängig vom Familienstand oder auch Partnereinommen. Außerdem müssen für Frauen die Rahmenbedingungen verbessert werden.

Das gilt vor allem für die Vereinbarkeit von Beruf und Kindern. Dazu braucht es ausreichend Kinderbetreuungsplätze und ein umfassendes Ganztagsschulangebot, wobei die Qualität stimmen muss. Dafür sind mehr und gut qualifizierte Betreuerinnen und Betreuer im Bildungsbereich nötig. Außerdem brauchen wir einen Mindestlohn von 7,50 Euro, damit alle von ihrer Arbeit auch leben können.

Nötig ist zudem die Einführung des Grünen Progressiv-Modells, bei dem die Sozialbeiträge für Geringverdiener gesenkt werden und gestaffelt erst ab 2000 Euro voll greifen. Auch muss der Hartz-IV-Satz auf 420 Euro erhöht werden. Allerdings geht die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung gegenwärtig genau in die entgegengesetzte Richtung: Für die Steuergeschenke an einige Besserverdienende dürfen jetzt die Kommunen bluten, müssen Turnhallen, Schwimmbäder und Bibliotheken eingeschränkt oder sogar geschlossen werden. Völlig offen ist deshalb jetzt, wie die Kommunen den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab 2013 realisieren sollen.
Die Bedingungen für Frauen müssen verbessert werden, damit Frauenarmut wirksam bekämpft werden kann.

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