In Duisburg geboren und in Düsseldorf aufgewachsen und lebe ich seit 25 Jahren in Köln. Ich wohne mit meinem Mann und 2 Söhnen in Köln-Sülz. Als einzige von sieben DirektkandidatInnen und wahrscheinlich auch NRW-weit habe ich auf ein Kopfplakate und einen Personenflyer verzichtet.
Ich habe eine für meine Generation mittlerweile sehr typische Patchworkbiografie:
- Tanzausbildung in Düsseldorf, Studium der Romanistik
- journalistische Weiterbildung
- Tätigkeiten in der Musik- und Fernsehbranche, danach habe ich einige Jahre in der Berufsberatung für Medienberufe gearbeitet.
- Ab 2003 grüne Jobs: Frauenreferentin in der grünen Landtagsfraktion
- Aktuell: Wahlkreismitarbeiterin von Kerstin Müller.
- Absolventin des NRW Mentorinnenprogramms der Heinrich-Böll-Stiftung.
- Ich bin Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Frauenpolitik und Mitglied im Präsidium des Grünen Bundesfrauenrates und kümmere mich intensiv um den weiblichen Nachwuchs in der Partei.
Mit diesem beruflichem und politischem Hintergrund habe ich einen wertvollen Erfahrungsschatz, auf den wenige PolitikerInnen zurückblicken können.
Mit wem ich gerne in eine WG ziehen würde, was ich tun würde, wenn ich Königin von Deutschland wäre und wer meine Vorbilder sind, erfahren Sie auf den Seiten des Kölner Kreisverbandes.







Sehr geehrte Frau Hasselmann,
vor der Abgabe meiner Stimme bei der Briefwahl habe ich mri Ihren Webauftritt angesehen, um etwas mehr über Sie zu erfahren. Als potentiellen Grünwähler hat mcih dabei Ihre doch sehr einseigite Ausrichtung auf Frauenpower gestört – die neuen Männer, die es längst gibt, sind da schnell außen vor. Das ist sicher trotz aller Launigkeit in der Darstellung nicht Ihr Ziel und sollte daher richtiger dargestellt werden.
Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen für einen Erfolg bei der NRW-Wahl
Jan Froesch
Sehr geehrter Herr Froesch,
vielen Dank für die Rückmeldung. Seit ich in der Partei bin, und auch als ich als wissenschaftliche Referentin im Landtag gearbeitet habe, konzentriere ich mich auf Frauen- und Geschlechterpolitik. Als rein ehrenamtliche Politikerin möge man mir deshalb die Konzentration auf dieses Thema verzeihen. Da ich eine der wenigen Menschen in der Partei bin, die dieses Thema noch exklusiv besetzt und ich aktiv für die Zwietstimme in meinem Wahlkreis werbe und nicht für meine eigene Person, glaube ich, dass die Konzentration auf mein Fachgebiet verständlich ist.
Die neuen Männer sind in unserer Partei ja gerade erst vor zwei Wochen mit ihrem viel beachteten Männermanifest an die Öffentlichkeit gegangen, was ich einfach klasse finde! Die Kooperation zwischen uns ist hervorragend, denn wir verstehen uns nicht als Konkurrenz, sondern ziehen an einem Strang, obwohl wir auch um vieles streiten.
Als Vertreterin der Grünen Partei im Landtagswahlkampf gehe ich auch zu Podiumsdiskussionen mit den Themen Jugendarbeitslosigkeit, Landesfinanzen, Bildungspolitik und Nichtraucherschutz. Das ist ebenfalls selbstverständlich, weil ich eben nicht nur den frauenpolitischen Teil, sondern auch die Gesamtprogrammatik der Grünen vertrete.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein bißchen verständlich machen, warum deshalb im Moment weder meine berufliche Erfahrung in Medien- und Kulturbetrieben, noch in der Erwachsenenbildung politisch für mich im Vordergrund stehen. Ein Alleinstellungsmerkmal ist ja auch manchmal nicht schlecht.
Mit freundlichen Grüßen und danke für die guten Wünsche.
Judith Hasselmann
Liebe Frau Hasselmann,
die Ausgangslage bei dieser Wahl ist mehr als unklar, nach der Wahl scheint praktisch alles möglich. Als jemand der den Grünen nahe steht, wollte ich gerne möglichst viel Grün in einer neuen Landesregierung, zumal man ja auch mit einer schwarz-grünen Mehrheit rechnen muss. Ich habe deshalb in Erwägung gezogen, auch mit meiner Erststimme die grüne Direktkandidatin zu wählen und mich mit ihrem Auftritt vertraut gemacht. Nun muss ich leider zur Kenntnis nehmen, dass sie gar nicht gewählt werden möchten. Schade! Ich finde diese Haltung nicht sehr professionell und dachte eigentlich, dass die grünen diese Mätzchen überwunden haben. Da sie als Direktkandidatin antreten, ist es sehr bedauernswert, dass sie sich dem Wähler nicht vorstellen möchten. Vielleicht hätten Sie als Direktkandidatin gar nicht antreten sollen. Da mir aber auch die sehr einseitige Ausrichtung Ihrer Kompetenzen auch nicht zusagt, werde ich mich wohl für eine andere Kandidatin entscheiden und mir noch einige Gedanken machen, ob ich den Grünen meine Zweitstimme geben werde.
Recht enttäuscht,
Lars Westermann
Lieber Herr Westermann,
danke für Ihren Kommentar. Als Direktkandidatin ohne Listenplatz kämpfe ich für ein gutes Landesergebnis meiner Partei. Da der Ortsverband Lindenthal einstimmig beschlossen hat, in unserem Wahlkreis erstmals einen reinen Inhaltswahlkampf zu führen, sehen sie im Stadtbild auch nicht mein Konterfei. Wie sie vielleicht wissen, setzte sich in den Grüdnungsjahren unsere Partei aus Menschen aus der Friedensbewegung, der Ökologiebewegung und der Frauenbewegung zusammen. Jede dieser Fachrichtungen hat bei den Grünen immer noch ihre Berechtigung und ich beschäftige mich in meiner rein ehrenamltichen Tätigkeit vor allen Dingen mit Geschlechterdemokratie.
Auf Podien im Wahlkampf kann ich aber genauso gut für ein gerechteres Bildungssystem und für die ökologische Erneuerung des Industrielandes NRW argumentieren. Deshalb hat mich mein Kreisverband und mein Ortsverband zur Direktkandidatin gewählt und aus den Reaktionen, die ich bei diesen Diskussionen in Schulen, in Verbänden und in anderen Zusammenhänge führe, stoße ich auf sehr positive Resonanz. Wir Grünen sind aus Überzeugung einerseits oft konzentriert auf einen Fachbereich, aber auch immer Generalistinnen und Generalisten. Politik ist meine Leidenschaft und wenn ich nicht fest darauf vertrauen würde, dass viele Menschen in diesem Land wollen, dass sich etwas ändert, könnte ich mich nicht so oft den Fragen der Menschen an den Ständen und bei den Veranstaltungen stellen. Gerade heute nachmittag habe ich auf der Schildergasse über Kraft-Wärme-Kopplung, Energieeffizienz, Hartz IV und das selektive Schulsystem diskutiert. Und sie können am 9. Mai dafür sorgen, dass nicht nur debattiert wird, sondern tatsächlich ein Richtungswechsel stattfindet. Ich freue mich über die Zweitstimmte und über jede kritische Frage. Kommen Sie uns gerne besuchen an einem unserer Stände, wir freuen uns!
Mit herzlichen Grüßen
Judith Hasselmann
Liebe Judith,
Du bist nicht allein,
Ohne Kopfplakat und Personenflyer, auch Deine Freunde aus dem WK 73,
Liebe Grüße,
Dirk Wienken